BarRoon/ Südstadt/ Wilhelm-Levison-Straße

Vom Zinnober zum Hombach zur BarRoon – das Lokal am Dreieck zwischen Weberstraße, Argelanderstraße und Wilhelm-Levison-Straße in der Bonner Südstadt hat in den letzten zwölf Jahren mehrfach den Namen und Betreiber gewechselt. Jetzt ist mit der BarRoon schon seit einiger Zeit ein Konzept eingezogen, das vermehrt auf den Restaurant-Betrieb setzt. Dennoch ist auch der Bar-Charakter noch zu erkennen, deshalb waren wir zu einem Test vor Ort.

BarRoon Bonn Südstadt Restaurant und Bar Tipp ruhig Cocktails Wein gut für ein Date

Dabei war dieser Test ein ganz besonderer: Meine Eltern hatten sich angekündigt, es würde also ein Generationentest werden. Auch deshalb fiel die Wahl auf die BarRoon, denn die Lage sollte zentral in der Südstadt sein, Essen wie Trinken gleichzeitig möglich, das Lokal nicht zu laut, aber auch nicht angestaubt sein. Voilá: In der BarRoon findet man genau diese Mischung!

 

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Den alten Zinnober, an den noch zwei Bleiglasfenster erinnern, und das Hombach werden viele vermutlich als Studentenlokal kennen. Die BarRoon setzt nun auf einen schickeren Charakter, das Essen steht eindeutig im Mittelpunkt, die kleine Karte spricht für Qualität, vieles – z.B. die Spätzle – wird wirklich von Hand zubereitet. Wir waren – generationenübergreifend – vollauf zufrieden!

Passend dazu gibt sich das Ambiente gepflegt-schick: Dunkle Holztische oder hohe Bartische sind von hellgrauen Ledersitzen und –sofas umgeben, große Spiegel schaffen optisch Raum, die goldgerahmte Wochenkarte wirkt elegant. Die hohe Stuckdecke versprüht dazu den Glanz der Gründerzeit. Durch einige gezielt eingesetzte Details, wie kulinarische Zitate an den Wänden oder modernen Rundkugel-Lampen in wechselnder Farbe setzt die BarRoon jedoch auch Kontrastakzente. Was die direkt an der Stuckdecke befestigten Rundlampen betrifft, waren die testenden Generationen zwar unterschiedlicher Meinung (Mutter sagt, das stört – Sohn sagt, das wirkt!), dennoch gelingt der BarRoon der Spagat zwischen edlem Schick und moderner Frische insgesamt gut. Lediglich den TV-Bildschirm mit Bundesliga-Fußball fanden wir hier eher unnötig und vielleicht ist auch die steingefließte Wandvertäfelung etwas zu sehr Allerweltsdeko. Aber sonst: eine schöne, stimmige Atmosphäre, dazu ruhigem, aber doch moderne Musik, das passt alles ganz gut. Wir können uns die BarRoon deshalb auch gut als Tipp für diejenigen vorstellen, die ein Lokal für ein (erstes) Date in der Bonner Südstadt suchen.

 

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Biertrinker können übrigens zwischen Sion, Jever und Schöfferhofer vom Fass wählen, aus der Flasche zusätzlich noch zwischen Schöfferhofer Dunkel und Kristall. Für Weinfreunde beginnt das Angebot ab 4,50 Euro und reicht bis 6,- Euro, dafür gibt es aber auch eine angenehme Auswahl ordentlich ausgesuchter Weine. Die mittelgroße Cocktailkarte setzt ebenfalls nicht auf Masse – grundsätzlich ein sympathischer Weg! – und beginnt mit sehr fairen Preisen ab 6,50 Euro, so dass auch Studenten hier nicht leiden müssen. Für wen es gar kein Alkohol sein soll, für den gibt es insgesamt dreizehn Säfte und Schorlen. Auch deshalb finden wir, dass sich die BarRoon gut für diejenigen eignet, die in einer gemischten Gruppe einen ruhigen Abend verbringen wollen, also nicht Party, Pub oder echte Kneipe suchen.

Für einen Samstag war das Lokal bei unserem Besuch übrigens überraschend leer und hätte eindeutig mehr Zuspruch verdient. Andererseits: Wenn sich hier wirklich wie früher noch die studentischen Gäste finden, dann erklärt sich deren Abstinenz am Wochenende recht leicht. In unserem Generationentest überzeugte die BarRoon auf jeden Fall alt und jung.

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Deshalb unsere Meinung: Ruhige Bar mit schickerer Atmosphäre, in der sich gemischte Gruppen oder Paare sehr wohlfühlen sollten

Testtag: Samstag

Fass: Sion, Jever, Schöfferhofer

Flasche: Schöfferhofer

Besonderheiten: Achtet auf das alte Bleiglasfenster mit dem Zinnober-Schriftzug!

Internet (mit ausführlicher Speisekarte zum Download): BarRoon Südstadt Bonn

Weitere Artikel: Auch Karin Krubeck schrieb in ihrem Blog „bonngehtessen“ über die BarRoon, war sogar nur kurz vor uns zu Gast. Sie gewichtet einiges anders als wir, deshalb lohnt ein Blick in ihren Artikel – hier der Link.

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Big Animals Bar/ Hotel Petersberg/ Königswinter

Heute bewegen wir uns einmal auf Abwegen, denn wir wollen euch keine Kneipe in einem coolen Ausgehviertel in Bonn vorstellen, sondern eine Bar in einem Hotel in Königswinter. Aber keine Sorge, cool ist sie trotzdem, diese Bar. Wir nehmen sie als als Exot in unseren Blog auf, zweifelsohne, aber als einen jener Exoten, die jeder einmal für einen Drink besuchen sollen. Die Rede ist von der Big Animals Bar.

Hotel Steigenberger Petersberg Big Animals Bar Hotel Petersberg Bonn Bundesgästehaus

Big Animals Bar Hotel Petersberg Bonn Bundesgästehaus Steigenberger

Big Animals Bar? Sehen wir gerade Fragezeichen in euren Augen? Macht nichts, es ist keine Bildungslücke, die Big Animals Bar auf dem Petersberg nicht zu kennen. Es handelt sich nämlich um die Hotelbar des Steigenbergers im alten Bundesgästehaus auf dem Petersberg, also immerhin einem wirklich hochklassigen und hochpreisigem Hotel, das vermutlich für viele außerhalb des Budgets liegt. Andererseits: Vielleicht sucht ihr ja zu einem besonderen Anlass einmal eine ungewöhnliche, besondere, herausragende Location, dann könntet ihr auf dem Petersberg und in der Big Animals Bar richtig sein.

Big Animals Bar Hotel Petersberg Bonn Bundesgästehaus Steigenberger

Wir verdankten unseren Besuch übrigens einem von der umtriebigen Soledat Sichert und ihren wunderbaren Bonntouren veranstalteten Blogger-Wochenende hier oben im Hotel auf dem Petersberg. Eingebettet war der Barbesuch dabei in eine Bierprobe mit Michael Sebus, deshalb wollen wir beides kurz vorstellen, die Bar und die Bierverköstigung. Wir nahmen eingeladen am Tasting teil, nicht jedoch am übrigen Wochenende.

Big Animals Bar Hotel Petersberg Bonn Bundesgästehaus Steigenberger

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Die Bar

Passender kann ein Name kaum sein: Dort, wo sich einst die großen Tiere der Weltpolitik trafen, die Big Animals, kann man heute gemütlich seinen Drink zu sich nehmen. Im kleinen Hauptraum finden sich neben Clubsesseln und einer Whiskyanrichte rund um den Gast herum Karikaturen vergangener Hauptstadttage, die alle eben jene großen Tiere der Politik zeigen, und zwar tatsächlich als Tier-Karikatur. Die oktaederförmige Theke bestimmt den Raum und der Glanz ihres dunklen Holzes sowie die dunkelblau bezogenen Barhocker versprühen den Charme alter Diplomatenherrlichkeit. Wer den eigentlichen Barraum verlässt, finden in einem Clubraum mit tiefen Sesseln weitere Plätze, um über die Welt an sich zu philosophieren. Ganz klar: Die Big Animals Bar lebt vom Charme der alten Bundesrepublik, vom Glanz des Großen und dem Gefühl, sich irgendwo zwischen altenglischem Clubraum und Diplomatenhinterzimmer zu befinden. Man erwartet quasi minütlich, Adenauer und de Gaulle mit einem Cognacschwänker in der Hand eintreten zu sehen. Entsprechend old-school wirkt auch die Getränkeauswahl, einige Whisky, etwas Gin, tatsächlich noch Brandy und Cognac. Die Marken sind nicht wirklich ausgefallen, aber durchaus gehoben. Biertrinker greifen zu Radeberger, Gaffel und Erdinger.

Deshalb unsere Meinung zur Bar: Unbedingt mal gesehen haben! Einmal wie ein Diplomat der alten Bundesrepublik trinken!

Big Animals Bar Hotel Petersberg Bonn Bundesgästehaus Steigenberger

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Das Biertasting

Durch die Bierprobe führte Michael Sebus, Biersommelier und gelernter Brauer der ehemaligen Sester-Kölsch-Brauerei. Ziel des Tastings war es dabei nicht, möglichst viele verschiedene und unterschiedliche Biere kennenzulernen, sondern einige wenige in Blindverkostung zu unterscheiden. So erhielten wir in schwarzverblendeten Kölschstangen mit kleinen Zahlenschildern beklebte Proben und sollten aus drei Fass- und drei Flaschenbieren herausfinden, welche zwei Fass- und Flaschenbiere denn identisch seien. Und, was glaubt ihr? Klar, 80% der Blogger sing gescheitert. Und warum? Nein, Blogger sind nicht zungenblind, es lag an den Bieren. Wir erhielten Gaffel-Kölsch und Radeberger-Pils und tatsächlich schmeckten sechs Proben alle gleich. Glaubt ihr uns nicht? Probiert es mal aus! Was lernt man daraus? Industriebiere von Großbrauereien schmecken einfach alle gleich, selbst wenn man zwei völlig unterschiedliche Bierstile vergleicht! Das wäre auch unser Kritikpunkt am Tasting: Obwohl Michael Sebus sehr detailreich und charmant in Geschichte, Entwicklung und Tradition des Bieres einführte, blieb das Tasting doch zu Industriebier-lastig. Das ist schade, denn wir als bekennende Craftbeer-Fans glauben ja, das Bier so viel mehr kann (lest z.B. einmal hier, wie wir das sehen!). Auch hätten wir uns ein echtes Tasting mit vielen verschiedenen Bieren gewünscht, um Bier in seiner Vielfalt zu erleben – wir berichteten ja schon, dass wir erst kürzlich in der Mühlen-Bar in Köln ein solches Tasting besuchen durften.

Deshalb unsere Meinung zum Biertasting: Leider etwas einseitig.

Dennoch eine in der Summe tolle Erfahrung, die wir hier dank Soledat Sichert sammeln durften. Allein schon durch die Atmosphäre der Big Animals Bar lohnte der Besuch!

Martin Sebus Biertasting Bonn Bierprobe Hotel Steigenberger

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Berverkostung Bierprobe Biertasting Bonn

Bierprobe Bonn Biertasting mit Sebus

PS: Wer sich für weitere Eindrücke vom Blogger-Wochenende auf dem Petersberg interessiert, findet diese unter #StPe7 (für Steigenberger Petersberg Siebengebirge) auf Twitter und Instagram

Limão / Bad Godesberg / Moltkestraße

Wenn man seit 1999 in Bonn lebt und seit zwei Jahren einen Kneipenblog betreibt, aber das Limão in Bad Godesberg nicht kennt, dann ist irgendetwas falsch gelaufen, oder? Ja, ist es, und es bleibt ein Rätsel, warum wir diese sensationelle Bonner Cocktailbar bisher nur vom Hörensagen kannten. Aber jetzt  – endlich – nach einem Besuch bei den Kammerspielen Godesberg kehrten wir bei Bonns einzigem Brasilianer ein!

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Wir sagen vorweg: Ein tolles Lokal, ohne Zweifel eine der schönsten Bars in Bonn! Auch für alle Nicht-Godesberger lohnt die ggf. als weit empfundene Fahrt hier in den Süden Bonns. Oder verbindet den Besuch mit einem Theaterstück oder einem Kinofilm: Kammerspiele und Kinopolis liegen um die Ecke und der Godesberger Bahnhof schräg gegenüber.

Warum wir hier neben Déjá Vu und Chimära den dritten echten Bar- und Cocktail-Geheimtipp in Bonn sehen? Erzählen wir euch gerne!

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Die Atmosphäre: Sanftes grünes Licht, an den Wänden Bilder vom Zuckerhut, dazu dezente Hintergrundmusik, Latino gemischt mit Pop, niemand muss die Musik überschreien, das alles versprüht ein chilliges Bargefühl. Man merkt, dass hier nicht sehen und gesehen werden im Mittelpunkt stehen, sondern Getränke und Gespräche. Der Gast wird am Eingang freundlich empfangen, sollte mal kein Tisch frei sein, lädt die individuell gestaltete Theke aus grünen Glasbausteinen und Baumstammhockern mit Sattelbezug (saucool!) zu einem ersten relaxten Drink ein. Alles wirkt lebhaft, die Kellner mixen und eilen hin und her, immer wieder werden lecker aussehende Gerichte aus der Küche vorbeigetragen (zur Qualität der Küche findet ihr mehr unter bonngehtessen.de). Man sitzt an Viertischen oder auf Lounge-Sesseln nahe der Theke. Doch, ganz zweifellos ist die Kombination aus Restaurant und Bar hier sehr gut gelungen!

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Der Service: Weltklasse! Wir sind selten so höflich und engagiert empfangen worden – und zwar nicht, weil man sich gezielt den Kneipenblogger umsorgte, sondern weil ganz einfach jeder Gast wirklich intensiv beraten wird. Wie sich später herausstellt (als wir uns dann als Blogger geoutet hatten), ist es mit Metin der Chef selber, der immer wieder von Tisch zu Tisch geht, Cocktails empfiehlt und sichtlich gerne ausführlich berät. Das Personal tut es dem Chef gleich, alles wirkt zwar eifrig, aber dennoch relaxed. Wir finden, so sollte eine Bar sein, in der man seinen Freitagabend gerne verbringt: Cool, entspannt, das Personal ist zu Scherzen aufgelegt, dennoch werden die Drinks schnell gebracht.

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Die Getränke: Auch hier ein uneingeschränktes Lob! Gute Cocktails zu sehr fairen Preisen (6,50-9,50), dabei sogar großteils im günstigeren Bereich dieser Preisspanne. Ein extra Bereich der Karte ist Eigenkreationen gewidmet und wir tranken einen sehr sehr leckeren Limão-Mule sowie einen Biercocktail (Guinness, Scotch, Lemon). Landestypisch brasilianische/ südamerikanische Drinks finden sich ebenfalls auf der Karte, so ein Pisco-Sour, den man in anderen Bars wirklich selten findet, aber auch zwei brasilianische Biere (Brahma & Skol).

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Bleibt eigentlich nur die Frage, wie eine derart tolle Cocktailbar in Bonn so lange an uns vorbeigehen konnte. Wenn wir ganz verschämt und ehrlich antworten sollen: Godesberg ist uns einfach oft zu weit und steht ja auch nicht wirklich im besten Ruf. Aber wie fast immer widerlegt die Praxis das Gerede und die Bequemlichkeit. Deshalb der gute Vorsatz: Öfter raus in andere Stadtteile, man wird so oft positiv überrascht – so wie wir im Limão!

Deshalb unsere Meinung: Eine der Top-Adressen in Bonn für gute Cocktails und echtes Bargefühl – Hingehen!

Testtag: Freitag

Fass: Sion, Radeberger

Flasche: Brahma, Skol, Corona, Schöfferhofer

Besonderheiten: Happy-Hour (Cocktails 5,50) Mo.-Sa. zwischen 17.00 und 19.00 sowie ab 23.30. Tolle Cocktail-Eigenkreationen!

Giornale/ Zentrum/ Kaiserpassage

Da We love Pubs nicht nur ein Blog über gute Kneipen in Bonn sein soll, sondern alle Formen von Ausgeh-Lokalen zusammentragen möchte, hat es uns mal wieder in eine Cocktailbar gezogen, nämlich in das Giornale in der Kaiserpassage.

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Die Kaiserpassage liegt zwar mitten im Zentrum Bonns, aber eher versteckt zwischen Kaiserplatz und Martinsplatz, also dem kleinen Platz an der Frontseite der Münsterkirche, von dem auch die Eingänge zum Roses und zum ENTE abgehen. Um das Giornale zu erreichen muss man die Passage einmal durchqueren und ziemlich mittig findet sich das kleine Lokal, das sich Café und Lounge nennt.

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Das Giornale beherbergt eine wirklich kleine Fläche, lediglich drei 4er-Tische und einige Sitzhocker befinden sich in dem schmalen Lokal. Umgeben von einer Glasfront kann man die Kunden in der Passage beobachten, die komplette Wandseite wird von gleich zwei Theken eingenommen. Allerdings darf das Giornale auch die Gänge der Passage nutzen und hat den zentralen „Platz“ mit vielen weiteren Tischen gefüllt. Wer also im Winter bei Schmuddelwetter doch irgendwie „draußen“ sitzen möchte – bitteschön, Decken liegen bereit. Außerdem gibt es noch einen abgetrennten zweiten Teil des Lokals (hinter der nächsten Glasfront) mit Billard und elektronischem Dart.

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Die Karte des Giornale stellt etwa 50 Cocktails zur Auswahl, allerdings fiel uns beim verwendeten Alkohol keiner auf, der nicht Mainstream ist. Wir würden uns hier ja etwas individuellere Wege mit besonderen Marken wünschen. Aber natürlich gilt: Wenn es dem Gast gefällt…

Gleiches betrifft die Bierauswahl: Becks, Heineken, Salitos, San Miguel, Corona sehen wir allesamt als Modegetränke einer jüngeren Generation von Bar-Gängern (was ja völlig ok ist!), sie entsprechen anscheinend dem, was viele Menschen mit Bar und Cocktails verbinden. Daher rührt vermutlich auch der unweigerliche Latino-Touch, der aus unserer Sicht eigentlich nicht zum italienischen Ambiente des Café Giornale passt, der aber vielleicht erwartet wird, und sei es nur im Vorhandensein von Havana Club, San Miguel und Corona…

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Das italienische Flair des Café Giornale mit aufgemalten Venedig-Impressionen wirkt etwas gewollt und wird dazu noch von einem Spielautomaten, einem eher unnötigen TV-Bildschirm im Dauerbetrieb und Havana-Club-Deko durchbrochen. Das ginge vielleicht etwas konsequenter. Das betrifft auch die Musik: Radio-Pop via 1Live fanden wir persönlich jetzt weniger zum Konzept passend, aber vielleicht waren wir auch einfach zur falschen Zeit vor Ort.

Aber  wir haben die komplette Passagenfläche schon mehrfach gut gefüllt erlebt, vor allem am Wochenende und mit mehrheitlich jungen Gästen um die 20. Andererseits sind wir der Meinung, dass sich ein konsequentes Konzept immer durchsetzt.

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Deshalb unsere Meinung: Eine Cocktailbar im Zentrum von Bonn, die durchaus ihre Freunde hat, aber aus unserer Sicht auch noch Luft nach oben

Fass: Bitburger, Gaffel

Flasche: Beck´s, Corona, San Miguel, Salitos, Heineken, Erdinger

Besonderheiten: Sehr ausgedehnte Öffnungszeiten vom Morgenkaffee bis spät in die Nacht. Wir haben zwar keine Küche gesehen, aber man kann im Giornale auch essen, z.B. Pizzen oder Tapas.

Internet: Facebook

Uptown/ Zentrum/ Oxfordstraße

Braucht ihr einen Tipp für eine nette Cocktailbar in Bonn? Vielleicht ist das niegel-nagel-neue Uptown an der Oxfordstraße ja etwas für euch. Wir waren da und wollen euch diese neue Bar & Lounge in Bonn kurz vorstellen. Allerdings befindet sich im Uptown noch vieles im Fluss und die beiden (super netten!) Betreiber werden sicherlich noch einiges ändern. Trotzdem würden wir schon jetzt sagen: Hingehen und ausprobieren!

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Vielleicht fragt ihr euch gerade, wo sich die neue Bonner Cocktailbar denn befindet. Kennt ihr die alte Lime Lounge an der Oxfordstraße? Falls ja: Ihr gehört vermutlich einer verschwindend kleinen Minderheit an! Denn trotz prominenter Lage hat der Vorbesitzer hier einen Laden an die Wand gefahren und über Jahre passierte rein gar nichts. Jetzt ist an der Oxfordstraße gegenüber dem Gericht wieder Leben eingekehrt und das ganze Lokal wurde umgestaltet, teils noch in letzter Sekunde, damit zum 31.12.2015 eröffnet werden konnte. Die Positionierung hier an der Oxfordstraße bietet viele Möglichkeiten, denn an der Schnittstelle zwischen Zentrum und Altstadt erreicht man das neue Uptown schnell vom Bus-Halt am Friedensplatz sowie von den Bahnen am Stadthaus und am Bertha-von-Suttner-Platz. Die Bahnen und die Oxfordstraße stören nicht, da man ohnehin nur drinnen sitzen kann.

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Das Innere haben die beiden Betreiber sichtbar engagiert neu designt. Der schmale Hauptraum wird von einer in grünes Licht getauchten, schicken Theke bestimmt. Ihr gegenüber befindet sich eine erhöhte Empore mit Zweiertischen. Man schaut also zur einen Seite von oben auf die Theke und sieht den Barkeeper bei der Arbeit, dabei fallsicher abgetrennt von einem Retro-Geländer im gewollten Rost-Design. Zur anderen Seite kann man dem Treiben auf der Oxfordstraße zusehen. Viel Platz bietet der Thekenraum damit zwar nicht, aber das ließ sich für die Betreiber natürlich nicht ändern. Es finden sich vor allem Zweiertische und Barplätze, aber für eine Lounge ist das durchaus stimmig.

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Falls dennoch eine größere Gruppe einkehren möchte, empfehlen wir eine Reservierung. Es gibt eine (!) gemütliche Sofalounge und ein zweiter Hinterraum bietet Platz an weiteren Zweiertischen. Dieser Raum lässt sich nach Bedarf schnell zur Tanzfläche umbauen. Das DJ-Pult deutet an, dass hier bald tanzwilligen Gästen eingeheizt wird. Die klare Trennung zwischen Theke/ Bar und Dancefloor finden wir übrigens super. Die allermeisten Lokale im Bonner Zentrum bieten entweder das eine oder das andere, orientieren sich also entweder Richtung Disco oder sind reine Bar. Trotz kleinem Raum könnte das Bonner Uptown hier also eine Lücke unter den Cocktailbars füllen.

Wirklich schön fanden wir auch die Deko im Eyes-Wide-Shut-Stil mit venezianischen Masken und großen Engelsflügeln an den Wänden oder einer Kobraskulptur im Vogelkäfig: Alles edel, schick, mit dem leichten Touch des Verbotenen.

Bar Lounge tanzen Cocktails Bonn Zentrum

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Schauen wir aber zum Kern einer Cocktailbar – den Cocktails. An ihnen entscheidet sich letztendlich, ob sich die Bar durchsetzt. Wir loben die sehr fairen Preise beginnend ab 6,90 Euro. Auch setzt die gut sortierte Karte nicht auf Masse – sehr schön! Allerdings haben uns die Cocktails auch nicht zu 100% vom Hocker gerissen. Ein wenig mehr Wumms wäre nett – wir sind keine harten Trinker, aber man muss den Alkohol schon schmecken. Außerdem könnte im Uptown etwas mehr auf das passende Glas geachtet werden (drei von vier Cocktails wurden im Chivas-Regal-Glas serviert), denn Ausgefallenes und Optik gehören bei Cocktails dazu. Gleiches gilt für den verwendeten Alkohol, der in allen Bereichen eher im Mainstream bleibt. Da wären z.B. Havana Club, Bacardi, Absolut, Jim Beam, Jack Daniel´s, Ouzo 12, Aperol, Martini – wir vermuten, dass bei einer Umfrage nach Rum, Wodka, Whisky, Aperitif etc. dies genau die Marken sind, die jeder kennt und jeder zweite im Schrank hat. Das könnte aus unserer Sicht noch etwas durch ausgefallenere Qualitätsprodukte ergänzt werden.

Cocktailbar Bonn Tipp gute Cocktails Uptown Oxforstraße Bonn

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Ganz klar scheint auch die Ausrichtung des Uptown noch nicht zu sein, aber auch diese – also das Zielpublikum – erscheint uns wichtig. Wir könnten uns grob drei Richtungen vorstellen, in die sich die junge Cocktailbar entwickelt:

  • Variante 1: Ran an die Studenten! Zu einer jungen Bar im Zentrum passt ein junges Publikum. Und dann würden wir auch die Alkoholauswahl nicht mehr kritisieren, denn in diesem Fall zählt der Geldbeutel mehr. Das Ambiente passt hierzu bereits jetzt, ebenso die Musik zwischen RnB und Latino. Auch die geplanten Partys gehen in diese Richtung – aber Achtung, dann sollte sich das Uptown nicht verzetteln, wir sind nicht sicher, wie viel 80er noch in heutigen Studenten steckt, lieber die RnB und /oder Latino-Schiene durchhalten, ein Konzept wahren und gezielt auf Aktionen unter der Woche setzen, die sich an der Uni rumsprechen.
  • Variante 2: Ran an die zahlungskräftigen Jung-Berufstätigen! Sorry, wir wissen, dass nicht jeder neu Jobbende gleich haufenweise Geld verdient. Aber es gibt eine zahlungskräftige Gruppe um die 30, die vielleicht seltener ausgeht, aber dann auch etwas mehr Geld auszugeben bereit ist. Auch hier passen Ambiente, Musik und Grundgefühl der Bar schon jetzt wunderbar. Allerdings könnte für diesen Weg der edle Charakter unterstrichen werden, ohne direkt gewollt schicki-micki zu wirken (das hatten wir ja z.B. am Shaker´s kritisiert). Es soll gar kein roter Teppich sein (bloß nicht!), sondern einfach nur: Das unnötige Bling-Bling raus (Leuchtschilder im Fenster, großes TV), dafür Qualitätsmarken auf die Karte, die eben nicht jeder daheim im Schrank hat. Und am Style der Cocktails arbeiten.
  • Variante 3: Alles mitnehmen? Bitte nicht! Denn wir glauben, dass dies nicht klappen wird, eine klare Zielgruppe ist dann doch wichtig. Und dafür ist auch die Cocktail-Konkurrenz zu groß.

Was bleibt in der Summe? Ganz klar, geht hin ins Uptown an der Oxfordstraße, denn hier wird sich noch viel entwickeln und man merkt, dass Herzblut im Lokal steckt. Hier könnte eine richtig coole, loungige neue Cocktailbar für Bonn wachsen!

Cocktailbar Bonn Uptown Oxfordstraße

Deshalb unsere Meinung: Könnte eine echte Bereicherung und ein Tipp für alle Bonner Nachtschwärmer werden!

Testtag: Donnerstag

Fass: Bitburger, Gaffel

Flasche: Heineken, Salitos, Benediktiner-Weizen

Besonderheiten: Ganz neu seit Jahresbeginn 2016

Internet: Hier geht es zur Facebook-Seite der Uptown Bonn-Cocktailbar