Big Animals Bar/ Hotel Petersberg/ Königswinter

Heute bewegen wir uns einmal auf Abwegen, denn wir wollen euch keine Kneipe in einem coolen Ausgehviertel in Bonn vorstellen, sondern eine Bar in einem Hotel in Königswinter. Aber keine Sorge, cool ist sie trotzdem, diese Bar. Wir nehmen sie als als Exot in unseren Blog auf, zweifelsohne, aber als einen jener Exoten, die jeder einmal für einen Drink besuchen sollen. Die Rede ist von der Big Animals Bar.

Hotel Steigenberger Petersberg Big Animals Bar Hotel Petersberg Bonn Bundesgästehaus

Big Animals Bar Hotel Petersberg Bonn Bundesgästehaus Steigenberger

Big Animals Bar? Sehen wir gerade Fragezeichen in euren Augen? Macht nichts, es ist keine Bildungslücke, die Big Animals Bar auf dem Petersberg nicht zu kennen. Es handelt sich nämlich um die Hotelbar des Steigenbergers im alten Bundesgästehaus auf dem Petersberg, also immerhin einem wirklich hochklassigen und hochpreisigem Hotel, das vermutlich für viele außerhalb des Budgets liegt. Andererseits: Vielleicht sucht ihr ja zu einem besonderen Anlass einmal eine ungewöhnliche, besondere, herausragende Location, dann könntet ihr auf dem Petersberg und in der Big Animals Bar richtig sein.

Big Animals Bar Hotel Petersberg Bonn Bundesgästehaus Steigenberger

Wir verdankten unseren Besuch übrigens einem von der umtriebigen Soledat Sichert und ihren wunderbaren Bonntouren veranstalteten Blogger-Wochenende hier oben im Hotel auf dem Petersberg. Eingebettet war der Barbesuch dabei in eine Bierprobe mit Michael Sebus, deshalb wollen wir beides kurz vorstellen, die Bar und die Bierverköstigung. Wir nahmen eingeladen am Tasting teil, nicht jedoch am übrigen Wochenende.

Big Animals Bar Hotel Petersberg Bonn Bundesgästehaus Steigenberger

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Die Bar

Passender kann ein Name kaum sein: Dort, wo sich einst die großen Tiere der Weltpolitik trafen, die Big Animals, kann man heute gemütlich seinen Drink zu sich nehmen. Im kleinen Hauptraum finden sich neben Clubsesseln und einer Whiskyanrichte rund um den Gast herum Karikaturen vergangener Hauptstadttage, die alle eben jene großen Tiere der Politik zeigen, und zwar tatsächlich als Tier-Karikatur. Die oktaederförmige Theke bestimmt den Raum und der Glanz ihres dunklen Holzes sowie die dunkelblau bezogenen Barhocker versprühen den Charme alter Diplomatenherrlichkeit. Wer den eigentlichen Barraum verlässt, finden in einem Clubraum mit tiefen Sesseln weitere Plätze, um über die Welt an sich zu philosophieren. Ganz klar: Die Big Animals Bar lebt vom Charme der alten Bundesrepublik, vom Glanz des Großen und dem Gefühl, sich irgendwo zwischen altenglischem Clubraum und Diplomatenhinterzimmer zu befinden. Man erwartet quasi minütlich, Adenauer und de Gaulle mit einem Cognacschwänker in der Hand eintreten zu sehen. Entsprechend old-school wirkt auch die Getränkeauswahl, einige Whisky, etwas Gin, tatsächlich noch Brandy und Cognac. Die Marken sind nicht wirklich ausgefallen, aber durchaus gehoben. Biertrinker greifen zu Radeberger, Gaffel und Erdinger.

Deshalb unsere Meinung zur Bar: Unbedingt mal gesehen haben! Einmal wie ein Diplomat der alten Bundesrepublik trinken!

Big Animals Bar Hotel Petersberg Bonn Bundesgästehaus Steigenberger

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Das Biertasting

Durch die Bierprobe führte Michael Sebus, Biersommelier und gelernter Brauer der ehemaligen Sester-Kölsch-Brauerei. Ziel des Tastings war es dabei nicht, möglichst viele verschiedene und unterschiedliche Biere kennenzulernen, sondern einige wenige in Blindverkostung zu unterscheiden. So erhielten wir in schwarzverblendeten Kölschstangen mit kleinen Zahlenschildern beklebte Proben und sollten aus drei Fass- und drei Flaschenbieren herausfinden, welche zwei Fass- und Flaschenbiere denn identisch seien. Und, was glaubt ihr? Klar, 80% der Blogger sing gescheitert. Und warum? Nein, Blogger sind nicht zungenblind, es lag an den Bieren. Wir erhielten Gaffel-Kölsch und Radeberger-Pils und tatsächlich schmeckten sechs Proben alle gleich. Glaubt ihr uns nicht? Probiert es mal aus! Was lernt man daraus? Industriebiere von Großbrauereien schmecken einfach alle gleich, selbst wenn man zwei völlig unterschiedliche Bierstile vergleicht! Das wäre auch unser Kritikpunkt am Tasting: Obwohl Michael Sebus sehr detailreich und charmant in Geschichte, Entwicklung und Tradition des Bieres einführte, blieb das Tasting doch zu Industriebier-lastig. Das ist schade, denn wir als bekennende Craftbeer-Fans glauben ja, das Bier so viel mehr kann (lest z.B. einmal hier, wie wir das sehen!). Auch hätten wir uns ein echtes Tasting mit vielen verschiedenen Bieren gewünscht, um Bier in seiner Vielfalt zu erleben – wir berichteten ja schon, dass wir erst kürzlich in der Mühlen-Bar in Köln ein solches Tasting besuchen durften.

Deshalb unsere Meinung zum Biertasting: Leider etwas einseitig.

Dennoch eine in der Summe tolle Erfahrung, die wir hier dank Soledat Sichert sammeln durften. Allein schon durch die Atmosphäre der Big Animals Bar lohnte der Besuch!

Martin Sebus Biertasting Bonn Bierprobe Hotel Steigenberger

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Berverkostung Bierprobe Biertasting Bonn

Bierprobe Bonn Biertasting mit Sebus

PS: Wer sich für weitere Eindrücke vom Blogger-Wochenende auf dem Petersberg interessiert, findet diese unter #StPe7 (für Steigenberger Petersberg Siebengebirge) auf Twitter und Instagram

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Shaker´s/ Zentrum/ Bornheimer Straße

Eigentlich hatten wir ja ein Photoshooting mit Karin Krubeck, die ihr sicher alle vom tollen Gastro-Blog Bonn geht essen kennt, für unsere Reihe Lieblingskneipe vereinbart, doch das anvisierte Déjá Vu machte uns mit seinen Betriebsferien einen Strich durch die Rechnung Egal, man kann ja in Bonn noch andernorts nett Cocktails trinken gehen und ein Bar-/Gastro-Doppeltest ist ja auch eine schöne Sache. Ergo: Auf ins Shaker´s an der Bornheimer Straße!

Bonn Cocktail Bar trinken gehen Tipp Geheimtipp wo in Bonn gute Cocktails

Ein wenig misstrauisch waren wir wohl beide – immerhin stand das Shaker´s schon recht lange auf unserer beider to-do-Listen und irgendwie hat es ja einen Grund, wenn man dann doch nie hingeht. Aus We love Pubs-Sicht sei gesagt: Wir waren tatsächlich schon jahrelang nicht mehr im Shaker´s. Das hat auch seine Gründe: Irgendwie wirkt das Lokal immer eine kleine Spur zu schicki-micki und dabei doch nicht wirklich upper-class. Da wäre der mit Kordeln abgesperrte rote Teppich am Eingang, den trotzdem ein großes Bacardi-Logo ziert. Da wäre die Platzpolitik des Hauses, das Gästen einen Tisch zuweist, ohne dass man das Gefühl gewinnt, man sei wirklich in einem entsprechend noblen Haus. Da wären auch die großen TV-Bildschirme innen wie außen, die sich doch recht negativ von den schicken Lounge-Sofas (Außenbereich) und hohen Barhockern/ Bartischen (innen) abheben. Wir müssen zugeben, dass das alles nicht wirklich unsere erste Wahl ist, um in Bonn nett auszugehen.

Aber – und das ist uns wichtig – viele andere Menschen sehen das anders, das Shaker´s ist fast immer mehr als gut gefüllt und vermutlich ist es gerade das etwas Edlere, dass die Gäste suchen. Und das alte Backsteingebäude, in dem das Shaker´s Bonn beheimatet ist, versprüht natürlich auch ein Flair, dass sich andernorts kaum findet.

Und auch wir müssen sagen, dass uns das Shaker´s dann doch positiv überraschte. Nachdem uns der erst kühle, später jedoch sehr freundliche Kellner an einem kleinen Nischentisch platziert hatte, hieß es natürlich: Cocktails probieren! Und das ist hier mehr als umfangreich möglich, denn das Shaker´s hat mit die größte (oder gar die größte?) Auswahl an Cocktails in Bonn, laut Karte um die 500. Und obwohl die weiteren Getränke, also z.B. Whiskey, Gin, Rum, Biere und Säfte, allesamt nicht wirklich aus dem bekannten Markensortiment herausstechen, sind die Cocktails wirklich den Weg hierhin wert!

Und die berechtigte Frage nach den Preisen? Die beginnen bei den Cocktails bei 8,-€, bewegen sich aber größtenteils eher um die 10,-€. Wir fordern keine Kampfpreise, aber für die verwendeten Alkohol-Marken erscheint uns dies einen Euro zu hoch. Andererseits gibt es diverse Happy-/Blue-usw.-Hour-Tage, an denen das Portemonnaie geschont werden kann.

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Gegessen haben wir dann auch noch und der Burger (mit Süßkartoffel-Pommes) war lecker und wurde angenehm hergerichtet serviert. Auch hier gibt es einen Burger-Tag mit reduzieren Preisen.

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Wir müssen also zugeben, dass wir scheinbar vorurteilbehaftet und überkritisch waren, jetzt nach unserem Besuch jedoch sagen müssen, dass das Shaker´s für Freunde eines Cocktails in leicht gehobener Atmosphäre eine gute Wahl ist!

Und unsere Bildserie mit Karin, die holen wir dann einfach nach.

Deshalb unsere Meinung: Für Cocktail-Fans eine lohnende Bar!

Fass: Bitburger, Früh

Flasche: Heineken, Desperados, Corona, Sion

Besonderheiten: Über 500 Cocktails – größte Auswahl an Cocktails in Bonn?

Internet: www.shakers-bonn.de

Machold/ Altstadt/ Heerstraße

Kennt ihr diesen Moment, wenn man ein lange bekanntes und ebenso lange nicht besuchtes Lokal betritt, ohne große Erwartungen, und dann direkt im Eingang staunend stehen bleibt, weil alles anders, neu und umgestaltet ist? So ging es uns im Brauhaus Machold und davon wollen wir euch natürlich berichten!

Brauhaus Bonn Machold Bier trinken gehen

Zuletzt besuchten wir das Machold in der Bonner Altstadt ziemlich genau vor zwei Jahren, kurz bevor dieser Blog startete, anlässlich des väterlichen Geburtstags. Und das passte auch irgendwie: ein netter Ort, um mit den Eltern solide essen zu gehen. Aber irgendwie auch nicht mehr. Gut, es gab und gibt hauseigenes Bier, aber das wird ja leider auch nicht mehr hier gebraut. Also alles so ein wenig „na ja“. Dazu kamen dann jüngst Schließungsgerüchte und so wanderte das Machold erst einmal ganz weit nach hinter auf der Liste der Bonner Kneipen, in die wir unbedingt gehen wollen.

Jetzt waren wir endlich da und wie gesagt überwältigt vom neuen Look. Das Bonner Machold hat sich den Anstrich einer American Sportsbar gegeben und das alte Bonner Brauhausflair in ein Western-Design überführt. Das passt überraschend gut, auch wenn vielleicht einige Stellen sehr stil-gemixt wirken.

American Sportsbar Bonn Brauhaus Bierhaus Machold Bonn Altstadt Fußball gucken

Wenn man das mächtige, rot verklinkerte Haus an der Ecke Heerstraße/ Krausfeld über den am Hauseck liegenden Haupteingang betritt, erreicht man zuerst den völlig neu gestalteten großen Thekenraum. Geblieben ist die mächtige, geschwungene Theke sowie die alte Kupferkonstruktion an der Zapfanlage. Neu sind hunderte kneipentypischer Emaille-Schildern an den Wänden und drei kleine Saloon-Theken für je vier Personen, dazu zieren große Spiegel, Kerzenständer sowie weitere Stehtische den Raum, aber leider auch ein Spielautomat. Die Decke wird betucht von einer riesigen US-Flagge, drei Sättel und Pferdegeschirr runden das Bild ab. Natürlich gibt es mehrere große TV-Bildschirme mit Fußball der 1. und 2. Liga sowie Euro-Spiele. Die Ausrichtung als US-Sportsbar wurde also trotz kleinerer Stil-Mix-Brüche konsequent umgesetzt und bricht auch nicht mit dem altehrwürdigen Brauhaus-Charme, der an vielen Ecken noch hervorblitzt. Doch, das passt. Und soweit wir wissen, gibt es bisher in Bonn keine derartige Sportbar, so dass eine Lücke geschlossen wurde.

American Sportsbar Bonn Brauhaus Bierhaus Machold Bonn Altstadt Fußball gucken

Aber das Machold ist ja riesig! Es gibt einen kleineren Nebenraum im Western-Saloon-Style – er heißt auch Saloon und natürlich gibt es eine Schwungtür – sowie einen großen Hinterraum, in dem auch große Gesellschaften problemlos Platz finden. Hier ist auch das alte Brauhaus noch am besten erkennbar und kupferne Suddeckel schmücken die Wände.

American Sportsbar Bonn Brauhaus Bierhaus Machold Bonn Altstadt Fußball gucken

Essen ist möglich und die Gerichte wurden dem Konzept angepasst, es gibt Burger und mehr, aber auch noch gutbürgerliche Klassiker. Bei den Getränken fällt auf, dass man dem Trend zur Vielfalt folgt und gleich fünf Biere vom Fass anbietet: das helle und das dunkle Machold, Peters-Kölsch, Sion und Jever. Hier ist natürlich ein Großkonzern am Werk: Das Machold gehört ebenso wie Sion und Peters zur Radeberger-Gruppe. Überhaupt ist das Machold ja schon lange (seit den 1960ern) kein Familienbetrieb mehr und das hauseigene Bier wird auswärts in anderen Brauanlagen des Konzern produziert. Das Sortiment setzt sich jedoch auch in der Flasche vielfältig fort, es gibt acht Flaschenbiere (siehe unten), die den jüngeren Biergeschmack treffen sollen. Es bleiben natürlich ebenfalls Konzernbiere. Natürlich gibt es auch alle anderen Getränke, Whiskey, Gin, einige Hochprozentige, recht viele Weine und einige Schorlen. Man wird hier also auch als Nicht-Biertrinker glücklich, wobei uns kein Produkt als besonders ungewöhnlich ins Auge stach.

Einen Biergarten gibt es übrigens auch und der war ja immer schon einer der schönsten Biergärten Bonns, efeuumrankt und laubenartig im Innenhof zwischen alten Klinkermauern. Ein Highlight für den Sommer!

Brauhaus Bonn Machold Bier trinken gehen

Also, das Brauhaus Machold, das übrigens eigentlich Bierhaus Machold heißt, hat uns sehr positiv überrascht. Hier passt vieles: Die Atmosphäre, ein sehr freundlicher Thekenservice mit echten Barmännern, leicht rockige Musik im Hintergrund. Als Bonus gibt es ganz ungefragt ein Milchkännchen (!) mit kostenlosen Erdnüssen zum Knabbern. Doch, wer Sport, Bier und US-Stil mag, der ist hier richtig.

Deshalb unsere Meinung: Hingehen! Schöne Kombination aus Tradition und Modernität. Schöne Sportsbar in Bonn mit tollem Thekenraum.

Testtag: Freitag

Fass: Machold (hell/ dunkel), Sion, Peters, Jever

Flasche: Becks, Heineken, Corona, Desperados, Guinness (ja, aus der Falsche), Estrella Damm, Krombacher Weizen, Schneider Weisse

Besonderheiten: Bonner Sportsbar und Brauhaus in einem; hauseigenes Bier (auswärts gebraut)

Internet: www.bierhaus-machold.com

Déjá Vu/ Nordstadt/ Vorgebirgsstraße

Auf der Suche nach einer guten Bar in Bonn spötteln selbst Bonner ab und an, man müsse nach Köln fahren. Und tatsächlich fehlt im Nachtleben unserer schönen Stadt noch einiges und eine wirklich überzeugende Bar hat durchaus Seltenheitswert. Aber ihr könnt euch jetzt beruhigt zurücklehnen, wir haben sie gefunden – im Déjá Vu.

Gute Bar Bonn große Auswahl Gin Whisky Altstadt Weststadt

Für alle, die eine gute Bar in Bonn suchen…

Gute Bar Bonn große Auswahl Gin Whisky Altstadt Weststadt

Außen besticht das Déjá Vu mit einer wunderschönen Jugendstilfassade

Bevor wir uns nun aber mit fremden Federn ob des Findens schmücken: das Déjá Vu habt ihr vermutlich auch schon gesehen. Seit etwa zwei Monaten befindet es sich an der Vorgebirgsstraße Ecke Kaiser-Karl-Ring, also direkt gegenüber dem ursprünglichen Tuscolo und fast neben der Burgermanufaktur. Wer ab und an den Stadtring befährt, der weiß auch, dass hier früher das Café Carl beheimatet war. Eine zentrale Lage also, offiziell Nordstadt, trotzdem ist das Déjá Vu faktisch eine gute Bar in der Altstadt Bonns. Karin Krubeck, Betreiberin des tollen Gastroportals Bonn Geht Essen (hier der Link zu Karins Testbericht), machte uns darauf aufmerksam, dass das Déjá Vu keinesfalls nur Restaurant sein will, sondern ganz im Gegenteil durch eine umwerfende Getränkekarte überzeugt. Also haben wir es auf unserer to-do-Liste weiter nach vorne gerückt und waren da.

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Der Getränkewagen – Prachtstück vor der Theke und Ort der Whisky-Auswahl

68 Gins stehen zurzeit zur Wahl, Tendenz steigend. Und wenn es sein muss, fliegt der Betreiber auch ins Ausland, um extra dort einzukaufen. Dazu findet der Gast gut gemachte Cocktails in allen Variationen, viele gut gewählte Weine, ein großes Whisky-Sortiment, aber auch Säfte und Schorlen (Maracuja, Cranberry, Johannesbeere, Rhabarber) und selbst beim Bier – was hier ja nicht zwingend im Mittelpunkt steht – endet die Karte nicht beim Gewohnten, sondern bietet z.B: auch Büble aus dem Allgäu.

Gute Bar Bonn große Auswahl Gin Whisky Altstadt Weststadt

Raumtrenner präsentieren die riesige Getränkeauswahl

Wir haben nicht gegessen, sondern uns ganz den Getränken hingegeben. Wir starteten sommerlich mit einen Lillet, aber auch Spritz, Hugo und sogar Pimm`s No1 aus England gibt es. Pimm´s findet sich soweit wir wissen hier einmalig in Bonn. Wir empfehlen jedem diesen zeitlosen englischen Summer-Drink schlechthin. Man merkt, dass hier liebevoll eine gut sortierte Getränkekarte zusammengestellt wurde, die nicht nur einfach Geschmäcker bedienen will, sondern ein Konzept darstellt.

Da der Abend lang und warm war, blieb Zeit für einen Gin und hier empfehlen wir, auf jeden Fall das sehr gut informierte Servicepersonal zu fragen, dass sich ausgiebig Zeit nimmt, nach persönlichen Geschmacksvorlieben fragt, an Flaschen riechen lässt und natürlich auch dem Tonic besondere Beachtung schenkt. Die Begeisterung für den Gin war hier mit Händen zu greifen und natürlich zu schmecken. Außer im Chimära in der Altstadt und früher im SoHo in der Südstadt haben wir eine derart ausführliche Beratung für ein Getränk noch nicht erlebt. Stichwort SoHo: dieses hat mittlerweile die Führung gewechselt und die ehemaligen Betreiber betreiben nun das Déjá Vu. Passend dazu ist die gesamte wunderbare Gin- und Whisky-Auswahl, aber auch die Expertise und tolle Beratung hierhin mit umgezogen.

Gute Bar Bonn große Auswahl Gin Whisky Altstadt Weststadt

Kleine Nischen schaffen Intimität

Mit umgezogen ist auch die Grundidee, eine echte Bar zu betreiben. Wir finden: eine Bar sieht anders aus als eine Kneipe oder ein Pub; eine Bar will burlesk, großzügig im Interieur, etwas gehoben im Preis, überzeugend in der Auswahl bis ins Detail sein. Das Englische kennt ein Wort dafür: eine Bar will splendid sein.

Das Déjá Vu hat genau dies erreicht. Das Ecklokal an Vorgebirgsstraße und Ring zeigt außen Jugendstilpracht, wurde 1904 erbaut. Verspielte Lampen prangen an der mittlerweile edel-grün gestrichenen Fassade. Der einzige große Innenraum verspricht altehrwürdigen Glanz, auch hier mit spielerischen Lampenkonstruktionen aus der Gründerzeit. Dennoch wirkt das Lokal modern, offen, hell. Durch kleine Sitznischen und die Annordnung des Flaschensortiments als Raumtrenner entsteht Gemütlichkeit. Große Spiegel und große Fensterfronten sorgen für viel Licht. Wen es drängt, der kann selbst die Kachelung der Sanitär-Anlagen im Jugendstil-Chique bewundern. Einfach splendid!

Gute Bar Bonn große Auswahl Gin Whisky Altstadt Weststadt

Innen finden sich zeitlose Holztische…

Gute Bar Bonn große Auswahl Gin Whisky Altstadt Weststadt

…oder große Spiegel und erneut schwungvolle Lampen aus der Gründerzeit

Wir könnten uns diese Bar sehr gut mitten in Manhattan vorstellen und sahen gedanklich Männer in Maßanzügen ihren Drink bestellen, während Hollywood-Diven einen Cocktail schlürfen. Deshalb empfehlen wir das Déjá Vu auch allen, die ein gutes Lokal oder eine gute Bar für ein Date in Bonn suchen – wenn es etwas schicker sein darf und das Gegenüber Wert auf Auswahl und Besonderheiten legt, dann seid ihr hier richtig. Ihr müsst auch nicht im Maßanzug kommen oder Hollywood-Diva sein, um jemanden hierhin auszuführen… 😉

Uns hat aufgrund dieses Gefühls von amerikanischem Bar-Flair eingebettet in Jugendstil-Glanz auch die große Straße nicht gestört, die ja nun einmal direkt vor dem Déjá Vu verläuft. Zugegeben: wir schauen gerne auf Kreuzungen und lieben urbane Belebtheit. Wer das nicht mag, der kann in einen von Efeu, Oliven und Lavendel berankt und begrünten kleinen Außenbereich wechseln. Natürlich sitzt man hier als Gast immer noch wenige Meter neben der Ringstraße, aber die Begrünung schirmt durchaus ab.

Gute Bar Bonn große Auswahl Gin Whisky Altstadt Weststadt

Die Straße kann stören, wir fanden sie ok. Der Gin-Sul aus Hamburg war hervorragend.

Ihr seid also auf der Suche nach einer guten Bar in Bonn? Fahrt nicht nach Köln, bleibt hier! Uns würden spontan das Herr Lehmann, das SoHo, das Chimära und eben das Déjá Vu einfallen – gerade die beiden letztgenannten legen wir euch ans Herz. Hier steckt Liebe zum Detail im Lokal. Und nein, wir haben nicht gezählt, ob nun das Chimära oder das Déjá Vu die größte Gin-Auswahl Bonns besitzt. Aber wer eine tolle, echte Bar in Bonn sucht, der ist hier richtig. Aufgrund des bourgeois-barigen Ambientes im Déjá Vu hier vielleicht noch etwas richtiger…

Deshalb unsere Meinung: Wenn Bonn auf etwas gewartet hat, dann auf eine echte Bar. Hier findet ihr sie. Eine Bereicherung für das Bonner Nachtleben. Also hingehen!

Testtag: Samstag

Fass: Radeberger, Peters

Flasche: Schöfferhofer, Büble, Estrella, Corona

Besonderheiten: Hier kehrt man nicht für das Bier ein, sondern für Gin, Whisky, Cocktails und echte Bar-Drinks.

Internet: http://dejavubonn.de/

Kettenfett: das Likör-Startup mit Bonner Wurzeln. Ein Interview mit den Machern

Kennt ihr Kettenfett? Das ist ein neuer Lakritzschnaps – pardon, Likör! – mit 25% Prozent, den ihr seit einigen Monaten in Bonner und Kölner Kneipen trinken könnt. Erfunden wurde das schwarze Gold von drei Wahl-Rheinländern, Benjamin, Jens und Matthes. Letzterer hat unsere schöne Bonner Universität besucht und Geschichte und Musikwissenschaften studiert. Grund genug für uns, einmal mit den Machern zu sprechen. Dazu haben wir uns mit Matthes Schauerte im „Scheuen Reh“ in Köln getroffen.

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Die drei Macher von Kettenfett (offizielles Photo, nicht während des Interviews entstanden)


We love Pubs: Matthes, magst Du Dich und euer Produkt kurz vorstellen?

Matthes von Kettenfett: Klar! Ich heiße Matthes Schauerte, bin 32 Jahre alt, meine beiden Mitstreiter sind 34, und alle drei kommen wir gebürtig aus dem Sauerland. Jensen und Benjamin kenne ich schon seit Kindertagen. Als Geschichtsstudent stellt man sich natürlich immer die Frage, was man mal werden soll, und eigentlich gibt es da ja nur drei Optionen: Lehrer, Taxifahrer oder Likör! [jetzt müsste man eigentlich Matthes verschmitzten Blick beschreiben, das ist aber fast unmöglich…]. Ich bin jetzt bei uns für den Vertrieb zuständig, mache also das „Social Fettworking” für Kettenfett [lacht].

[während Matthes erzählt, hat ihn der Kellner auch schon erkannt und bringt auf kurzen Blickkontakt hin auch gleich eine Runde Kettenfett mit passendem Bierdeckel]

Interview_Kettenfett (1)

We love Pubs: Ihr seid ein Trio – wie seid ihr auf die Kettenfett-Idee gekommen und wie lange habt ihr an der Umsetzung getüftelt?

Matthes von Kettenfett: Das war eine Art Optimierungsprozess beim eigenen Trinken [lacht]. Nein, wir drei mögen als Sauerländer natürlich den Schnaps zum Bier. Dann haben wir auf einer Party einen Finnen getroffen, der ein sau-leckeres finnisches Zeug mit Lakritz dabei hatte. Da dachten wir uns: das können wir auch! Die Idee war direkt, ein erdiges Ding zu machen, irgendwas Bodenständiges zu Kneipe und Bier. Möglichst rockig. So entstand auch der Name: Kettenfett. Denn das schwarz-ölige Lakritz sollte natürlich rein, wegen dem Finnen-Vorbild. Also haben wir uns kurz darauf erstmal in die Supermärkte gestürzt und versucht, die Rezeptur von Lakritzpackungen zu verstehen, um selbst einen Schnaps anzusetzen. Das hat natürlich nicht geklappt, aber unser Ehrgeiz war geweckt und dann sind wir Schritt für Schritt professioneller geworden, haben gezielt die Grundzutaten eingekauft – in unseren kleinen Mengen gar nicht so einfach! – und privat gemischt und getrunken. Das gab einige lustige Abende! Irgendwann waren wir so angefixt von unserer Idee, dass wir keine zwanzig Sekunden auf einer Party sein konnten ohne über Schnaps und Kettenfett zu sprechen. Da war es gut, dass wir uns schon so lange kennen und befreundet sind. Immerhin haben wir fünf Jahre gearbeitet und unseren gesamten Freundeskreis immer wieder mit unseren Ideen genervt. Ich glaube, am Ende hat von denen keiner mehr daran geglaubt, dass das jemals was wird mit unserem Getränk. Umso cooler war es dann, als wir nach fünf Jahren die erste Charge unserer eigenen Flaschen – wir haben ja auch das Etikett und alles selbst entworfen – in der Hand hatten.

We love Pubs: Kettenfett ist mit 25% ein Likör – im ersten Augenblick klingt das eher old school und nicht nach einem hippen Getränk für junge Leute. Warum habt ihr euch dennoch für einen Likör und nicht für Schnaps entschieden?

Matthes von Kettenfett: Da hatten wir eigentlich keine Wahl, der Zuckergehalt bestimmt die Kennzeichnung und der musste für die Lakritzmischung halt rein. Aber wir wollten ja auch eine Art Süßigkeit als Shot produzieren und keinen klaren Schnaps. Außerdem gleicht der Zucker die salzige Note aus, die wir unbedingt drin haben wollten. Auch die Bezeichnung „extra stark“ auf der Flasche fällt unter die Deklarierungspflicht, ebenso der Begriff „Erwachsenenlakritz“, das sind alles festgelegte Begriffe. Und wenn Kettenfett nicht Erwachsenenlakritz ist, dann weiß ich auch nicht! [jetzt bestellt Mathes lachend noch kurz ne Runde nach, der Zeitpunkt ist auch günstig]

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We love Pubs: Stichwort Reglementierung – wie viele juristische Hürden gab es zu überspringen und wo lagen die Schwierigkeiten?

Matthes von Kettenfett [seufzt]: Das war tatsächlich nicht immer leicht, im Lebensmittelbereich ist alles geregelt und um sich da zu Recht zu finden, bedarf es schon einiger Anstrengung. Das Etikett zum Beispiel: Größe, Informationen, Anordnung, Charge, Losnummer, das ist alles festgelegt. Also haben wir fleißig eigene Entwürfe gebastelt und dann eingeschickt. Da war ja fast klar, dass erstmal irgendwas nicht passte und da sagt das Amt dann: tut uns leid, bitte neu. Kostet dann aber trotzdem 300 Euro für die Bearbeitung. Das hat uns natürlich auch immer wieder den Wind aus den Segeln genommen und auch Kosten verursacht, aber für unser Ziel haben wir uns immer wieder zusammen gefunden und es war ein unglaublicher Lernprozess für uns alle. Einerseits hatten wir coole Ideen – die Flasche z.B., da haben wir ewig gesucht, x Flaschen getestet – andererseits muss das alles amtlich passen. So wollten wir ursprünglich passend zum Namen, den wir uns zusammen mit dem Label ganz früh gesichert haben, auf Industriedesign in Dosen machen, das war aber mit Beschichtungsbestimmungen etc. viel zu aufwendig. Dann erst kam uns die Idee mit der Apothekerflasche [Anmerkung: die kleine, bauchige 0,5 Liter-Flasche ist wirklich ein Highlight!]. Und natürlich das Lebensmittelrecht. Da war uns schnell klar: in der eigenen Küche geht das nicht…

We love Pubs: Super Überleitung! Ein Hauptproblem dürfte ein geeigneter Produktionsort gewesen sein. Die Anfänge lagen in der eigenen Küche? Und wie seid ihr dann umgestiegen?

Matthes von Kettenfett: Klar, erstmal haben wir klassisch in der Küche vom Jensen wild ausprobiert und immer mehr an der Rezeptur gefeilt. Aus der eigenen Küche sind wir nach einer Testphase, in der nur wir und enge Freunde Probekoster waren, ganz schnell raus und haben uns einen Lohnabfüller gesucht. Der Produziert nach unseren Vorgaben und nach unserem Rezept – das natürlich geheim bleibt!

Unsere eigenen Aufgabenbereiche – Design, Marketing, Vertrieb, Verwaltung etc. – die haben wir immer dezentral in unseren eigenen Wohnungen bearbeitet und uns dann ein bis zweimal die Woche getroffen, um uns auszutauschen. Und nachdem das Produkt mit der Rezeptur jetzt steht, treffen wir uns immer noch wöchentlich. So ein Meeting dauert dann schon mal sieben bis acht Stunden!

We love Pubs: Wie leicht oder schwer war es für euch, Kneipen und Getränkemärkte vom Kettenfett zu überzeugen?

Matthes von Kettenfett: Wir haben in Bonn angefangen, weil ich dort die Kneipenlandschaft gut kenne und ja unseren Vertrieb mache. Außerdem ist Bonn etwas kneipiger und weniger clubbig als Köln, das passte erstmal gut zum Kettenfett. Unser erster Laden war übrigens die Studikneipe. Die Reaktionen waren auch fast immer positiv, nur zwei Wirte waren wirklich abgeneigt. Aber das ist ok, die Kneipe muss ja auch Bock auf uns haben, also Bock auf Neues. Sonst lassen wir`s halt. Wir wollen ja keinem was aufdrücken. Aber das waren Ausnahmen. Die allermeisten Kneipiers sagen: klar, kommt vorbei, stellt mal vor. Da lernen wir dann auch die Kneipenwirte ganz anders kennen, als Geschäftspartner. Und mittlerweile melden sich die Wirte auch bei uns und wollen unser FETT von sich aus, obwohl wir erst seit November dabei sind. Übrigens läuft dabei das Sauerland besonders gut – [lacht] passt ja auch, da hatte jeder schon mal ne echte Kette in der Hand. Im Dezember haben die uns richtig trocken gesoffen und im Januar musste schon die zweite Charge her.

We love Pubs: Wohin soll die Reise mittelfristig gehen – plant ihr hauptberuflich zu produzieren oder bleibt es Hobby?

Matthes von Kettenfett [lacht wieder herzhaft]: Irgendwo zwischen Likör-Imperium und Weltherrschaft liegt das Ziel! Na ja, vermutlich gibt es da zwei Szenarien: das Ding geht durch die Decke und wir können irgendwann davon leben. Oder wir fahren es gegen die Wand, das wäre natürlich blöd. Aber auch dann hätten wir viel gelernt. Zurzeit hoffen wir natürlich noch auf das Likör-Imperium, aber wir müssen alle nebenbei noch normal arbeiten. Aber für Kettenfett rödeln wir rund um die Uhr. Wir glauben aber, das zahlt sich aus und man merkt uns an, dass Begeisterung drinsteckt [Anmerkung: auf jeden Fall – Matthes lebt sein Produkt und spürt man im Interview in jedem Satz!]. Ist halt unser Baby. Damit es nach dem guten Start weiterläuft machen wir natürlich Werbung. So haben wir Bierdeckel, Aufkleber und Holzaufsteller mit eigenem Siebdruck-Design, alles selbst entworfen. Meine Mama – sowieso der größte Fan – hat sogar einen Kleber auf ihrem Auto – würde sie sonst nie machen! Natürlich sind wir bei Facebook und Instagram. Und es gibt sogar Leute, die in Eigenaktion unsere Aufkleber weltweit an prominenten Plätzen anbringen und die Bilder hochladen.

Ansonsten wollen wir unabhängig bleiben, das ist uns wichtig. Ich möchte nicht, dass mir irgendwann irgendwer reinredet. Außerdem wollen wir auf dem Teppich bleiben. Ein High-End-Edelgesöff sind wir halt nicht, wir sind eher bodenständig. Deshalb machen wir ja auch alles selbst. So wollen wir authentisch bleiben, das ist uns auch wichtig. Wir imitieren ja auch nichts. Natürlich könnten wir uns vorstellen, dass Kettenfett z.B. in Biker-Kreisen gut ankommt, aber ich stell mich ja nicht auf eine Rocker-Messe und mach auf harten Rocker, das bin ich ja nicht, mehr als Mofa ist bei uns Dreien nicht drin und das nähme man uns auch nicht ab. Wir hoffen, dass uns das glaubwürdig macht [Anmerkung: auf jeden Fall! Mathes schlägt zu unseren Interview z.B. mit Basecap und Dreitagebart auf, flezt sich gemütlich in die Sessel im „Scheuen Reh“ und erzählt frei von der Leber und mit spürbarer Begeisterung – absolut authentisch!]. Woran wir aber arbeiten, das ist ein kleineres Flaschenformat für die Kioske, also Richtung Shot aus der Flasche. Und in den Pott könnte es verstärkt gehen, da passt Kettenfett einfach hin!

We love Pubs: Die wichtigste Frage ganz zum Schluss: Kölsch oder Pils?

Matthes von Kettenfett [ohne zu überlegen]: Da ist die Antwort natürlich Kettenfett!

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Sieht auch in unserer privaten Minibar gut aus: Kettenfett


Und das sagen wir zu Kettenfett: natürlich gibt es im „Scheuen Reh” auch Kettenfett – in diesen Bonner Kneipen übrigens auch. Also konnten wir parallel zum Interview probieren und müssen sagen: es ist echt gut geworden. Uns wurde das schwarze Gold kalt serviert, so dass es etwas dickflüssiger die Kehle hinunter läuft. Matthes selber empfiehlt jedoch die Variante bei Zimmertemperatur, die wir uns auch sehr gut vorstellen können, denn Kettenfett braucht keine Abkühlung, die ja oft der Geschmacksentschärfung dient. Trotz 25% schmeckt man den Alkohol angenehm dezent heraus. Dennoch würden wir es mit seiner salzigen Note als Männergetränk sehen, das gut zum Bier passt – klassisches Herrengedeck halt. Positiv gefällt uns, dass das Bier und Kettenfett wirklich harmonieren, das Bier also nicht dem Wegspülen eines unangenehmen Nachgeschmacks dient. Natürlich haben wir direkt den Freundinnen-Test gemacht und waren überrascht: Kettenfett ist keinesfalls ein reiner Drink für harte Männer, sondern kommt auch bei Frauen gut an. Während wir Männer anscheinend vor allem den salzig-dickflüssigen Touch wahrnehmen, sorgt das Lakritz bei Frauen für das Gefühl einer trinkbaren Süßigkeit. Also ganz klar ein Getränk für sie und ihn. Außerdem ist die 0,5-Lier-Apothekerflasche echt ein Hingucker für jede Minibar und der Preis von 14,99 (im Onlineshop) absolut fair.

Also, Jungs, wir drücken euch fett die Daumen – ist echt ein sau geiles Zeug geworden!


PS: aus Gründen der Rechtschaffenheit möchten wir darauf hinweisen, dass Matthes uns am Ende des Interviews eine Flasche Kettenfett schenkte. Das ist in unsere Bewertung nicht eingeflossen. Und um nicht als käufliche Berichterstatter zu gelten, haben wir dafür das Bier bezahlt… 🙂 Das vorliegende Interview haben wir handschriftlich mitgeschrieben, aber stellenweise aus inhaltlichen und schriftsprachlichen Gründen angepasst, so dass der Wortlaut teils verändert ist. Vorliegende Fassung wurde von Matthes Schauerte autorisiert.