BarRoon/ Südstadt/ Wilhelm-Levison-Straße

Vom Zinnober zum Hombach zur BarRoon – das Lokal am Dreieck zwischen Weberstraße, Argelanderstraße und Wilhelm-Levison-Straße in der Bonner Südstadt hat in den letzten zwölf Jahren mehrfach den Namen und Betreiber gewechselt. Jetzt ist mit der BarRoon schon seit einiger Zeit ein Konzept eingezogen, das vermehrt auf den Restaurant-Betrieb setzt. Dennoch ist auch der Bar-Charakter noch zu erkennen, deshalb waren wir zu einem Test vor Ort.

BarRoon Bonn Südstadt Restaurant und Bar Tipp ruhig Cocktails Wein gut für ein Date

Dabei war dieser Test ein ganz besonderer: Meine Eltern hatten sich angekündigt, es würde also ein Generationentest werden. Auch deshalb fiel die Wahl auf die BarRoon, denn die Lage sollte zentral in der Südstadt sein, Essen wie Trinken gleichzeitig möglich, das Lokal nicht zu laut, aber auch nicht angestaubt sein. Voilá: In der BarRoon findet man genau diese Mischung!

 

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Den alten Zinnober, an den noch zwei Bleiglasfenster erinnern, und das Hombach werden viele vermutlich als Studentenlokal kennen. Die BarRoon setzt nun auf einen schickeren Charakter, das Essen steht eindeutig im Mittelpunkt, die kleine Karte spricht für Qualität, vieles – z.B. die Spätzle – wird wirklich von Hand zubereitet. Wir waren – generationenübergreifend – vollauf zufrieden!

Passend dazu gibt sich das Ambiente gepflegt-schick: Dunkle Holztische oder hohe Bartische sind von hellgrauen Ledersitzen und –sofas umgeben, große Spiegel schaffen optisch Raum, die goldgerahmte Wochenkarte wirkt elegant. Die hohe Stuckdecke versprüht dazu den Glanz der Gründerzeit. Durch einige gezielt eingesetzte Details, wie kulinarische Zitate an den Wänden oder modernen Rundkugel-Lampen in wechselnder Farbe setzt die BarRoon jedoch auch Kontrastakzente. Was die direkt an der Stuckdecke befestigten Rundlampen betrifft, waren die testenden Generationen zwar unterschiedlicher Meinung (Mutter sagt, das stört – Sohn sagt, das wirkt!), dennoch gelingt der BarRoon der Spagat zwischen edlem Schick und moderner Frische insgesamt gut. Lediglich den TV-Bildschirm mit Bundesliga-Fußball fanden wir hier eher unnötig und vielleicht ist auch die steingefließte Wandvertäfelung etwas zu sehr Allerweltsdeko. Aber sonst: eine schöne, stimmige Atmosphäre, dazu ruhigem, aber doch moderne Musik, das passt alles ganz gut. Wir können uns die BarRoon deshalb auch gut als Tipp für diejenigen vorstellen, die ein Lokal für ein (erstes) Date in der Bonner Südstadt suchen.

 

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Biertrinker können übrigens zwischen Sion, Jever und Schöfferhofer vom Fass wählen, aus der Flasche zusätzlich noch zwischen Schöfferhofer Dunkel und Kristall. Für Weinfreunde beginnt das Angebot ab 4,50 Euro und reicht bis 6,- Euro, dafür gibt es aber auch eine angenehme Auswahl ordentlich ausgesuchter Weine. Die mittelgroße Cocktailkarte setzt ebenfalls nicht auf Masse – grundsätzlich ein sympathischer Weg! – und beginnt mit sehr fairen Preisen ab 6,50 Euro, so dass auch Studenten hier nicht leiden müssen. Für wen es gar kein Alkohol sein soll, für den gibt es insgesamt dreizehn Säfte und Schorlen. Auch deshalb finden wir, dass sich die BarRoon gut für diejenigen eignet, die in einer gemischten Gruppe einen ruhigen Abend verbringen wollen, also nicht Party, Pub oder echte Kneipe suchen.

Für einen Samstag war das Lokal bei unserem Besuch übrigens überraschend leer und hätte eindeutig mehr Zuspruch verdient. Andererseits: Wenn sich hier wirklich wie früher noch die studentischen Gäste finden, dann erklärt sich deren Abstinenz am Wochenende recht leicht. In unserem Generationentest überzeugte die BarRoon auf jeden Fall alt und jung.

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Deshalb unsere Meinung: Ruhige Bar mit schickerer Atmosphäre, in der sich gemischte Gruppen oder Paare sehr wohlfühlen sollten

Testtag: Samstag

Fass: Sion, Jever, Schöfferhofer

Flasche: Schöfferhofer

Besonderheiten: Achtet auf das alte Bleiglasfenster mit dem Zinnober-Schriftzug!

Internet (mit ausführlicher Speisekarte zum Download): BarRoon Südstadt Bonn

Weitere Artikel: Auch Karin Krubeck schrieb in ihrem Blog „bonngehtessen“ über die BarRoon, war sogar nur kurz vor uns zu Gast. Sie gewichtet einiges anders als wir, deshalb lohnt ein Blick in ihren Artikel – hier der Link.

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Machold/ Altstadt/ Heerstraße

Kennt ihr diesen Moment, wenn man ein lange bekanntes und ebenso lange nicht besuchtes Lokal betritt, ohne große Erwartungen, und dann direkt im Eingang staunend stehen bleibt, weil alles anders, neu und umgestaltet ist? So ging es uns im Brauhaus Machold und davon wollen wir euch natürlich berichten!

Brauhaus Bonn Machold Bier trinken gehen

Zuletzt besuchten wir das Machold in der Bonner Altstadt ziemlich genau vor zwei Jahren, kurz bevor dieser Blog startete, anlässlich des väterlichen Geburtstags. Und das passte auch irgendwie: ein netter Ort, um mit den Eltern solide essen zu gehen. Aber irgendwie auch nicht mehr. Gut, es gab und gibt hauseigenes Bier, aber das wird ja leider auch nicht mehr hier gebraut. Also alles so ein wenig „na ja“. Dazu kamen dann jüngst Schließungsgerüchte und so wanderte das Machold erst einmal ganz weit nach hinter auf der Liste der Bonner Kneipen, in die wir unbedingt gehen wollen.

Jetzt waren wir endlich da und wie gesagt überwältigt vom neuen Look. Das Bonner Machold hat sich den Anstrich einer American Sportsbar gegeben und das alte Bonner Brauhausflair in ein Western-Design überführt. Das passt überraschend gut, auch wenn vielleicht einige Stellen sehr stil-gemixt wirken.

American Sportsbar Bonn Brauhaus Bierhaus Machold Bonn Altstadt Fußball gucken

Wenn man das mächtige, rot verklinkerte Haus an der Ecke Heerstraße/ Krausfeld über den am Hauseck liegenden Haupteingang betritt, erreicht man zuerst den völlig neu gestalteten großen Thekenraum. Geblieben ist die mächtige, geschwungene Theke sowie die alte Kupferkonstruktion an der Zapfanlage. Neu sind hunderte kneipentypischer Emaille-Schildern an den Wänden und drei kleine Saloon-Theken für je vier Personen, dazu zieren große Spiegel, Kerzenständer sowie weitere Stehtische den Raum, aber leider auch ein Spielautomat. Die Decke wird betucht von einer riesigen US-Flagge, drei Sättel und Pferdegeschirr runden das Bild ab. Natürlich gibt es mehrere große TV-Bildschirme mit Fußball der 1. und 2. Liga sowie Euro-Spiele. Die Ausrichtung als US-Sportsbar wurde also trotz kleinerer Stil-Mix-Brüche konsequent umgesetzt und bricht auch nicht mit dem altehrwürdigen Brauhaus-Charme, der an vielen Ecken noch hervorblitzt. Doch, das passt. Und soweit wir wissen, gibt es bisher in Bonn keine derartige Sportbar, so dass eine Lücke geschlossen wurde.

American Sportsbar Bonn Brauhaus Bierhaus Machold Bonn Altstadt Fußball gucken

Aber das Machold ist ja riesig! Es gibt einen kleineren Nebenraum im Western-Saloon-Style – er heißt auch Saloon und natürlich gibt es eine Schwungtür – sowie einen großen Hinterraum, in dem auch große Gesellschaften problemlos Platz finden. Hier ist auch das alte Brauhaus noch am besten erkennbar und kupferne Suddeckel schmücken die Wände.

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Essen ist möglich und die Gerichte wurden dem Konzept angepasst, es gibt Burger und mehr, aber auch noch gutbürgerliche Klassiker. Bei den Getränken fällt auf, dass man dem Trend zur Vielfalt folgt und gleich fünf Biere vom Fass anbietet: das helle und das dunkle Machold, Peters-Kölsch, Sion und Jever. Hier ist natürlich ein Großkonzern am Werk: Das Machold gehört ebenso wie Sion und Peters zur Radeberger-Gruppe. Überhaupt ist das Machold ja schon lange (seit den 1960ern) kein Familienbetrieb mehr und das hauseigene Bier wird auswärts in anderen Brauanlagen des Konzern produziert. Das Sortiment setzt sich jedoch auch in der Flasche vielfältig fort, es gibt acht Flaschenbiere (siehe unten), die den jüngeren Biergeschmack treffen sollen. Es bleiben natürlich ebenfalls Konzernbiere. Natürlich gibt es auch alle anderen Getränke, Whiskey, Gin, einige Hochprozentige, recht viele Weine und einige Schorlen. Man wird hier also auch als Nicht-Biertrinker glücklich, wobei uns kein Produkt als besonders ungewöhnlich ins Auge stach.

Einen Biergarten gibt es übrigens auch und der war ja immer schon einer der schönsten Biergärten Bonns, efeuumrankt und laubenartig im Innenhof zwischen alten Klinkermauern. Ein Highlight für den Sommer!

Brauhaus Bonn Machold Bier trinken gehen

Also, das Brauhaus Machold, das übrigens eigentlich Bierhaus Machold heißt, hat uns sehr positiv überrascht. Hier passt vieles: Die Atmosphäre, ein sehr freundlicher Thekenservice mit echten Barmännern, leicht rockige Musik im Hintergrund. Als Bonus gibt es ganz ungefragt ein Milchkännchen (!) mit kostenlosen Erdnüssen zum Knabbern. Doch, wer Sport, Bier und US-Stil mag, der ist hier richtig.

Deshalb unsere Meinung: Hingehen! Schöne Kombination aus Tradition und Modernität. Schöne Sportsbar in Bonn mit tollem Thekenraum.

Testtag: Freitag

Fass: Machold (hell/ dunkel), Sion, Peters, Jever

Flasche: Becks, Heineken, Corona, Desperados, Guinness (ja, aus der Falsche), Estrella Damm, Krombacher Weizen, Schneider Weisse

Besonderheiten: Bonner Sportsbar und Brauhaus in einem; hauseigenes Bier (auswärts gebraut)

Internet: www.bierhaus-machold.com

Qué Será & Max/ Altstadt/ Maxstraße

Oh, dieser Beitrag wird ein Fest, allein schon weil er uns an den verdreht-absurden Besuch im Max und Qué Será in der Bonner Altstadt erinnert. Man kann viel erleben beim Ausgehen in Bonn…

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Das Qué Será – von Tapas bis Cocktail

Ja, Max und Qué Será, gleichzeitig, und ganz ehrlich: wir wissen selbst nicht, in welchem Lokal wir waren. Und nein, wir hatten nur zwei Cider, waren also noch gut bei Sinnen. Allerdings hat der Betreiber des Döner House an der Ecke Maxstraße/ Heerstraße in der Bonner Altstadt nach dem Qué Será nun auch das alte Max übernommen. Hier sollte eigentlich ein türkisches Restaurant einziehen, das aber noch auf sich warten lässt. Deshalb ist das Max nun eigentlich geschlossen, faktisch aber doch offen. Der alte Name hängt noch, man kann innen und außen sitzen, betrieben werden Döner House, Qué Será und Max jedoch parallel und zwar im Sinne des Wortes: von hier kommt der Salat, von dort das Bier, von dritter Stelle die Musik. Eigentlich drei Lokale, drei Namen, ein Ding.

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Cider von Maeloc aus Galizien

Eigentlich wollten wir an diesem schönen, sonnigen Freitagabend auf der Suche nach Ausgeh-Tipps in Bonn das Qué Será testen, das eigentlich ein Tapas-Spanier in der Altstadt Bonns ist, aber auch Cocktail-Bar. Und auf der Suche nach einer guten Cocktailbar in Bonn ist man ja irgendwie auch immer. Hier kann man im Inneren modern-hölzern unter großen Spiegeln und eher schicker, aber auch mediterraner Atmosphäre sitzen, außen finden sich einige Tische am Bürgersteig.

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Das Qué Será von Innen – hölzern modern auf Ledersitzen unter großen Spiegeln

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Das Qué Será von Innen – südländisch angehaucht

Schräg gegenüber des Bonner Qué Será liegt das zuletzt geschlossene, jetzt wieder offene Max. Die kreuz und quer über die Straße eilende Bedienung zeigt uns schnell: diese beiden gehören zusammen. Das Max tritt innen ganz anders auf als das Qué Será, strahlt eher den Flair eines alten, gutbürgerlichen Weinlokals aus. Außen findet man hier jedoch ein Biergarten-Kleinod auf Kies, unter Efeu und zwischen Rosensträuchern. Ein echtes Gartengefühl, nett schummrig ausgeleuchtet, mit Bierbänken oder kleinen Gartensitzgruppen zur Wahl. Hier findet sich wirklich ein ganz besonderer Biergarten in Bonn und wir empfehlen, in der schönen Jahreszeit unbedingt einmal hinzugehen.

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Das Max von Innen – Landhausflair in altem Mobiliar

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Das Max von Innen – der Thekenbereich

Und warum absurd? Zwischen den drei Häusern Döner House, Qué Será und Max pendelten in eifrigsten Tempo zwei Angestellte, trugen Brot von hier nach dort, Salat zurück, Getränke herbei. Welch ein Gewusel! Dennoch fehlte ständig irgendetwas und die Wartezeiten erreichten Deutsche-Bahn-Niveau, was der offenbar Ranghöhere der beiden Servicekräfte mit südlichem Charme herzerwärmend überspielte. Ungelogen: so gerne haben wir noch nie gewartet! Aber so freundlich den Gästen gegenüber, so harsch war der Umgangston zur scheinbar rangniederen Kollegin: hier wurde gescheucht, geflucht, getriezt – wohlgemerkt in direkter Umgebung zu den Gästen. Kein Kino hätte uns besser unterhalten können!

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Biergarten des Max – Gartenfeeling unter Efeu

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Der Biergarten des Max – eine absolute Empfehlung!

Zugegeben, fachlich zeigte dieser Service Mängel. Ein Beispiel gefällig? Ein Kellnergespräch direkt hinter unserem Tisch über eine andere Bestellung, fast wörtlich…

Kellner: „Wo bleibt das Kölsch? Der Tisch wartet noch immer auf zwei Kölsch!“

Kellnerin: „Das Fass ist leer, das dauert, ich hab´ grad nur Pils.

Kellner (stöhnt genervt): „Mach in Kölschglas!“

Ähm, ja! Zwischen Jever und Sion, den beiden Fassbieren im Qué Será und damit auch im Max, liegt ja dann doch etwas Bandbreite… Und obwohl es ein wirklich umfangreiches türkisch-spanisches Biersortiment aus Flaschen gibt (siehe unten), haben wir uns dann doch für einen Cider entschieden. Hier müssen wir übrigens loben, dass der türkischstämmige Betreiber aller drei Lokale sich ausgiebig bemüht, das Qué Será spanisch aufzustellen. Es gibt z.B. drei Sorten eines galizischen Cider, Maeloc, den wir trocken bestellten und den wir uneingeschränkt empfehlen. Unsere Begleitung wählte jedoch die süßere Geschmacksrichtung des Maeloc – und bekam ebenso wie wir die trockene Variante. „Wir haben gerade nur eine Sorte…“, flötete uns der Kellner charmant-südländisch entgegen – um dann bei der zweiten identisch gewünschten Runde mit einem Erdbeer-Cider und gleicher Entschuldigung aufzuschlagen. Und dennoch: so charmant haben wir unwissenden Service selten erlebt! So oder so: für alle, die zum abendlichen Ausgehen eher kein Bier mögen, sind Qué Será/ Max gute Lokale, Cocktails, Säfte, Cider, Wein – es gibt Auswahl. Cocktails, die es im Qué Será gibt, testeten wir dennoch nicht mehr.

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Die Speisekarte des Qué Será

Gegessen haben wir auch. Und dass man dem spanischen Gericht, das aus dem Qué Será herbeigetragen wurde, einen Salat gebracht aus dem türkischen Lokal nebenan zur Seite stellte, das störte uns nicht – dafür bot das Bild hektischer Servicekräfte an einer roten Ampel zu viel Ausgleich. Das Essen hat uns übrigens gut geschmeckt.

Was sollen wir also zu dieser charmanten Dreiecksbeziehung zwischen Döner House, Qué Será und Max in der Bonner Altstadt schreiben, bei der die Musik einmal von der einen, dann von der anderen Seite die komplette Kreuzung beschallte und der Wechsel zwischen spanischen Klängen und türkischen dennoch authentisch wirkt? Keine Frage, wir persönlich haben an diesem Abend viel Improvisation erlebt. Andererseits: türkisch trifft spanisch trifft wundervollen Biergarten – so international und durchmischt, wie die Bonner Altstadt lebt, so international tritt dieses Gastro-Dreigestirn auf. Bars, Cocktails, Biergärten in Bonn – wir wünschen uns ja immer Abwechslung und gelebte Vielfalt, und das findet ihr im Qué Será / Max in der Bonner Altstadt auf jeden Fall! Und der Biergarten des alten Max strahlt einen Charme aus, den niemand verpasst haben sollte!

Deshalb unsere Meinung: Charmant, abgedreht, im Service außer Konkurrenz – aber irgendwie typisch liebevoll Altstadt und mit einem wunderschönen Biergarten!

Testtag: Freitag

Fass: Sion, Jever

Flasche: Schöfferhofer (Weizen, dunkles Weizen, Kristallweizen), Heineken, Desperados, Corona, San Miguel, Estrella, Cruzcampo, Efes

Besonderheiten: Leckere spanische Cider von Maeloc

Internet:

PS: Wir wissen nicht, ab wann das Max an der Maxstraße Bonn wirklich wieder zu einem eigenen Lokal wird. Geplant ist dies. Deshalb wird die Kopplung an das Qué Será Bonn vermutlich nur vorübergehend sein. Und auch das Döner House an selbiger Kreuzung in der Bonner Altstadt hat einen herrlichen Biergarten, den man so nicht erwartet – aber darüber berichten wir euch an anderer Stelle… 😉

Lichtblick/ Altstadt/ Breite Straße

Das Lichtblick in der Breite Straße der Bonner Altstadt bildete den zweiten Teil unseres mittwöchlichen Kneipen-Tests im doppelten Neuland – nach der UnFassBar betraten wir auch das Lichtblick erstmalig.

Direkt an der Ecke zur Dorotheenstraße gelegen, betritt man hier im Kneipen-Bermuda-Dreieck der Altstadt – auch die Pinte und das Billa Bonn liegen an dieser Kreuzung – ein in rotes und blaues Licht getauchtes, recht einladendes Lokal, das wir eher als Bar und weniger als Bierkneipe sehen.

Lichtblick Kneipe Bar Bonn Altstadt

Dennoch gibt es reichlich Bierauswahl, vor allem neun Biere aus der Flasche (siehe unten), dazu vom Fass Sion und Radeberger. Das ist in der Menge toll, die konkreten Biere hängen allerdings scheinbar einmal mehr an der Brauereibindung des Lokals und bestechen nicht gerade durch Mut zur Auswahl – aber wer will es den Kneipen verdenken, dass sie unter den unseligen Bedingungen der Brauereibindung das beste aus der Situation machen.

Aber wie bereits beschrieben wirkt das Lichtblick auch eher barig und so stehen neben den Bieren auch Weine, Cocktails, Longdrinks, Whiskey sowie einige Schnäpse und Aperitifs, aber natürlich auch Antialkoholisches. Dabei mag auch hier die Auswahl nicht besonders speziell sein, aber uns fiel auf, dass die Preise sehr fair gehalten waren – alle Cocktails lagen um die 5,- Euro, meist sogar etwas darunter, das Whiskey-Sortiment kostete selten über 3,- Euro und der Erdbeer-Limes wird für 1,60 Euro geboten, da freut sich jeweils der Geldbeutel! (Hinweis: diese Preise sind Stand Juni 2015, für ihre Aktualität und mögliche Veränderungen übernehmen wir nicht die Gewähr).

Lichtblick Kneipe Bar Bonn Altstadt

Apropos Erdbeer-Limes, das klingt doch nach typisch studentischem Shot und tatsächlich würden wir das Lichtblick als Studentenkneipe sehen, die auch bei unserem Test vor allem von jungen Gästen besucht war.

Lichtblick Kneipe Bar Bonn Altstadt

Bleibt noch der Blick in den Innen- und Außenbereich: In den zwei Innenräumen finden sich mehrere hohe Tische mit Barhockern aus hellem Holz und auch größere Gruppen sollten hier Platz finden – wir vermuten unverifiziert, dass sich die Tische problemlos zusammenschieben lassen. Einige kleine Spiegel geben dem Raum etwas mehr Größe, ansonsten bleiben die Wände neben einigen Bildern schlicht, was zum Ambiente der schnörkellosen Cocktailbar aber passt. Außen gibt es natürlich auch im Lichtblick einige Tische und man sitzt wie bei mittlerweile fast allen Bonner Altstadt-Kneipen auf dem Bürgersteig.

Lichtblick Kneipe Bar Bonn Altstadt

Alles in allem blieben aus unserer Sicht nur zwei Fragen: Warum waren wir eigentlich fünfzehn Jahre lang nicht hier? Und heißt es eigentlich der oder das Lichtblick?

Deshalb unsere Meinung: gute Bonner Bar, vor allem für Studenten

Testtag: Mittwoch (vor Fronleichnam)

Fass: Radeberger, Sion

Flasche: Augustiner, Flensburger, Jever, Becks, Astra Urtyp, Peters, Früh, Schöfferhofer, Franziskaner

Besonderheiten: Fußballübertragungen

Internet: hier der Link zur Facebook-Seite (hier heißt das Lichtblick übrigens Sportsbar – das hat uns jetzt doch etwas überrascht)

Monte Cristo/ Poppelsdorf/ Clemens-August-Straße

Wenn man einen Laden in Bonn lange kennt, aber erst spät im Kneipenblog darüber schreibt, hat das vermutlich seine Gründe. So geht es uns mit dem Monte Cristo Bonn an der Poppelsdorfer Ausgehmeile. Die mögen wir an sich – wir schrieben in unserem Stadtteil-Bericht darüber – und auch das Dirk Diggler ist sehr schön. Direkt am Beginn der Meile befinden sich mit dem Havanna und dem Monte Cristo jedoch zwei Bonner Bars, denen wir zwiegespalten gegenüber stehen. Letzteres wollen wir heute kurz vorstellen.

Monte Cristo Bonn Poppelsorf

Wir beginnen ausnahmeweise mit unseren höchst individuellen Kritikpunkten: Irgendwie ist das Monte Cristo in Poppelsdorf weder Fisch noch Fleisch. Teils Cafe, teils Bar, teils Tapas-Restaurant versucht hier ein Lokal alles auf einmal abzudecken und entwickelt dabei aus unserer Sicht keine spezifische Richtung. Leider macht sich das auch im Inneren bemerkbar: eine Theke, die eigentlich nur Ausschankplatz ist und nicht wirklich zum Sitzen einlädt, recht austauschbare Lederstühle an dunklen Tischen, die auch in jeder Bar in jeder Stadt passen würden, Spielautomaten in der Ecke, große Fernsehbildschirme, Bilder mit Allerweltssansichten an ansonsten eher kahlen Wänden. Nein, das fanden wir persönlich alles reichlich austauschbar und uns fehlte die individuelle Note. Aber das ist natürlich eine persönliche Sicht.

Monte Cristo Bonn Poppelsorf

Und es ist ja so eine Sache mit Lokalen und Wahrnehmungen. Wir haben das Monte Cristo an einem schönen Maitag besucht, so spielte das Leben draußen und vielleicht konnte das Innere deshalb auch gar nicht seinen Charme entfalten. Und im Außenbereich ist das Bild auch etwas anders: hier sitzt man an breiten Holztischen oder Korbgarnituren und hat einen schönen Blick auf die Poppelsdorfer Clemens-August-Straße und ihr Treiben. Das ist natürlich schön! Allerdings wird sogar Zweitliga-Fußball im Außenbereich übertragen und mit Boxen verstärkt, was den Fan unterklassiger Fußballvereine freuen mag, wir trotz aller Liebe zum runden Leder aber doch für zu viel des Guten halten.

Monte Cristo Bonn

Getränke bietet das Monte Cristo reichlich, aber man merkt: Kneipe, Bar, Cocktails – man will alles sein und sticht nirgendwo hervor: Jever und Gilden vom Fass, Becks, Heineken, Corona, Desperados, Schöfferhofer aus der Flasche. Was nach Auswahl klingt, ist leider genau das, was es wirklich überall gibt. Die diversen Biermix-Varianten machen es nicht wirklich besser und auch hinsichtlich Whisky (v.a. Jim Beam, Jonny Walker, Glenfidich), Gin (Gordon, Beafeater, Finsbury), Tequilla (u.a. Siera, Olmeca) und Vodka (v.a. Absolut, Russkij Standrad) sahen wir persönlich auf der Karte nur Wahlmöglichkeiten, die eher Standard sind. Wir müssen jedoch einwenden, dass sich das Bild bei den Cocktails wandelt, hier besteht eine größere und bessere Auswahl.

Jetzt haben wir reichlich Kritik geübt, aber über Geschmack kann man ja streiten und vielleicht ist unsere Sicht auch zu individuell, denn gut besucht ist das Monte Cristo Bonn häufig – insbesondere zum Fußball und natürlich bei schönem Wetter draußen.

Deshalb unsere Meinung: Joa, an schönen Tagen im Außenbereich eine Option mit Blick auf die Poppelsdorfer Meile, sonst aus unserer Sicht zu austauschbar.

Testtag: Sonntag

Fass: Jever, Gilden

Flasche: Becks, Heineken, Corona, Desperados, Schöfferhofer

Besonderheiten:

Internet: